Bauumsatz in Österreich steigt im Juli 2026 um 2,7 %
Der österreichische Bauumsatz stieg im Juli 2026 um 2,7 % auf 6,3 Mrd. Euro, während die Beschäftigung um 1,7 % und die Arbeitsstunden um 2,0 % zurückgingen.
Die Fakten
- Der Umsatz der österreichischen Bauwirtschaft erreichte im Juli 2026 6.279,4 Mio. Euro, nominell +2,7 % gegenüber Juli 2025 und arbeitstägig bereinigt +3,7 %.
- Ende Juli beschäftigte die Branche 297.226 Personen, 1,7 % weniger als ein Jahr zuvor, in 39.604 Unternehmen.
- Die geleisteten Arbeitsstunden sanken im Jahresvergleich um 2,0 %.
- Die Bruttoverdienste der Branche beliefen sich auf 1.299,6 Mio. Euro.
- Die Herstellung von Waren wuchs schneller: Ihr Umsatz stieg nominell um 4,6 % auf 28.450,4 Mio. Euro.
- Die Statistik Austria hält fest, dass der Bauumsatz im laufenden Jahr 2026 noch leicht im Minus liegt, nennt dazu aber keine Zahl.
Was das für Ihr Geld bedeutet
- Österreichs Baufirmen fakturierten 2,7 % mehr mit 1,7 % weniger Personal. Die Angebote steigen, das Jahr 2026 liegt aber noch im Minus.
- Mehr Umsatz bei weniger Stunden bedeutet steigende Kosten je Arbeitseinheit, und das schlägt zuerst im Sanierungsbudget auf, nicht im Verkaufspreis.
- Das noch negative Jahr weist in die Gegenrichtung: Die Auftragsbücher sind nicht voll, und genau daraus entsteht der Verhandlungsspielraum bei einer Sanierung.
- Glopra-Daten weisen für Österreich 7.243 USD je Quadratmeter aus, plus 13,9 % in fünf Jahren; der Baukostendruck trifft also auf einen ohnehin teuren Einstiegspreis.
Worauf Sie achten sollten
- Die Veröffentlichung misst Umsatz, Beschäftigung und Stunden, nicht die Baukosten je Quadratmeter: Ein Baupreisindex ist nicht enthalten.
- Ob die Beschäftigung weiter unter die 297.226 vom Ende Juli fällt.
- Der nächste Baukostenindex, der die Preisseite liefert, die hier fehlt.
Sources: Statistik Austria https://statistik.at/fileadmin/announcement/2026/10/20261029KonjunkturJuli2026.pdf