Mieten in Deutschland im September 2026 um 1,9 % gestiegen
Die deutschen Nettokaltmieten stiegen bis September 2026 binnen eines Jahres um 1,9 %, die Verbraucherpreise um 3,3 % — ein Rückstand von 1,4 Prozentpunkten.
Die Fakten
- Die Nettokaltmieten stiegen im September 2026 binnen zwölf Monaten um +1,9 %, während die Verbraucherpreise insgesamt um 3,3 % zulegten.
- Die tatsächliche Nettokaltmiete, also die Reihe für vermietete Wohnungen, stieg binnen zwölf Monaten um 2,3 % und gegenüber dem Vormonat um 0,2 %, bei einem Indexstand von 113,0.
- Die unterstellte Nettokaltmiete, der statistische Ersatz für selbst genutztes Wohneigentum, stieg binnen zwölf Monaten um 1,8 % und gegenüber dem Vormonat um 0,1 %, bei einem Indexstand von 111,3.
- Die Abteilung Wohnung, Wasser, Strom und Gas insgesamt stieg binnen zwölf Monaten um 1,9 % und gegenüber dem Vormonat um 0,3 %, bei einem Indexstand von 120,0.
- Die Haushaltsenergie stieg binnen zwölf Monaten um 0,5 %, Fernwärme lag bei -1,0 % und Strom bei -5,5 %, während leichtes Heizöl um 74,9 % und die Energieprodukte insgesamt um 14,9 % teurer wurden.
- Die Angebotsmieten für Bestandswohnungen lagen im zweiten Quartal 2026 bei etwa 10,40 Dollar je Quadratmeter und Monat, die Angebotspreise binnen zwölf Monaten 1,4 % höher, nach Daten von ImmoScout24.
Was das für Ihr Geld bedeutet
- Die Mieteinnahme wächst, aber schwächer als die Preise: 1,9 % gegenüber 3,3 % Inflation sind ein realer Rückgang von 1,4 Prozentpunkten.
- Der Einstiegspreis bewegt sich fast so langsam wie die Miete: die Angebotspreise für Bestandswohnungen lagen binnen zwölf Monaten 1,4 % höher, das nominale Verhältnis von Miete zu Kaufpreis hat sich also kaum verschoben.
- Die Schwankung ist von der Miete in die Energieposten gewandert: leichtes Heizöl ist binnen zwölf Monaten 74,9 % teurer, Strom 5,5 % billiger.
Worauf zu achten ist
- Die tatsächliche Nettokaltmiete mit 2,3 % ist die maßgebliche Reihe, weil sie wirklich vermietete Wohnungen erfasst; die unterstellte Reihe mit 1,8 % ist eine statistische Konstruktion für Selbstnutzer.
- Energie ist der Ausschlag gebende Posten: die Energieprodukte waren binnen zwölf Monaten 14,9 % teurer, und davon hängt ab, wie viel Mieterhöhung Mieter noch tragen können.
Sources: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 364, 13 October 2026, consumer prices September 2026 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/10/PD26_364_611.html
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