Griechenland Baukosten steigen um 4,8% im 3. Quartal 2026
Ein Neubau in Griechenland kostete im dritten Quartal 2026 4,8% mehr als ein Jahr zuvor, weil Materialpreise um 5,1% und Arbeitskosten um 4,3% zulegten.
Die Fakten
- Der Baukostenindex für neue Wohngebäude erreichte im dritten Quartal 2026 129,4 Punkte, 4,8% über den 123,4 Punkten des Vorjahres und 1,4% über den 127,6 Punkten des zweiten Quartals.
- Die Materialkosten gehen mit einem Gewicht von 57,85 in den Index ein und stiegen binnen eines Jahres um 5,1% auf 137,0 Punkte; die Arbeitskosten wiegen 42,15 und stiegen um 4,3% auf 119,0 Punkte.
- Die an Auftragnehmer gezahlten Preise, die das griechische Statistikamt (ELSTAT) getrennt als Preisindex der Arbeitsgattungen veröffentlicht, stiegen um 3,5% auf 121,2 Punkte, eine andere Messgröße als die Kosten des Bauherrn.
- Unter den 17 Arbeitsgattungen führten Erdarbeiten mit 7,0% im Jahresvergleich, Zentralheizungsinstallationen folgten mit 4,9%, Verglasung stieg mit 1,5% am wenigsten.
- Der Index ist eine Festbasisreihe auf 2021 = 100,0, und ELSTAT erhebt die Preise in Groß-Athen, Thessaloniki, Patra, Herakleion, Larisa und Volos.
Was das für Ihr Geld bedeutet
- Ein Neubauangebot enthält heute 4,8% mehr Kosten als vor einem Jahr. Sanierungsbudgets folgen demselben Index.
- Glopra-Daten weisen für Griechenland im Landesdurchschnitt 3.221 Dollar je Quadratmeter aus, also ein Preisniveau und keine Baukosten: die 4,8% messen, was ein Bauherr zahlt, nicht was ein Käufer zahlt.
- Reparaturen und Modernisierungen an einer bereits vermieteten Immobilie sind die Stelle, an der die 5,1% beim Material stärker wirken als die 4,8% der Überschrift.
Worauf zu achten ist
- ELSTAT veröffentlicht diesen Index vierteljährlich, die nächste Ausgabe betrifft also das vierte Quartal 2026.
- Die Basis 2021 = 100,0 ersetzte im April 2024 die Basis 2015, weshalb die Reihe keine Vergleiche mit älteren Indexständen zulässt.
Sources: ELSTAT https://www.statistics.gr/documents/20181/73b694d6-9b57-f336-356c-3f7af032fd48