Immobilienpreise Großbritannien: Gutachter-Saldo fällt im September 2026 auf -32 %
Der RICS-Nettosaldo zu den britischen Immobilienpreisen lag im September 2026 bei -32 % nach -28 % im August, neue Verkaufsaufträge drehten auf +6 %.
Die Fakten
- Die RICS-Erhebung zum britischen Wohnimmobilienmarkt weist für September einen Nettosaldo der Immobilienpreise von -32 % aus, nach -28 % im August; gedrucktes Erscheinungsdatum ist der 8. Oktober 2026.
- Ein Nettosaldo ist der Anteil gemeldeter Anstiege minus der Anteil gemeldeter Rückgänge: er zeigt die Richtung, nicht die Höhe. -32 % sind kein Preisrückgang von 32 %, +37 % keine Mietsteigerung von 37 %.
- Neue Kaufinteressenten lagen bei -22 % (August: -18 %), vereinbarte Verkäufe bei -18 % (August: -16 %), im Dreimonatsdurchschnitt bei -25 %, die Verkaufserwartung bei -6 %.
- Neue Verkaufsaufträge drehten auf +6 %; die Preiserwartung beträgt -24 % auf drei Monate und null auf zwölf Monate.
Was das für Ihr Geld bedeutet
- Die Einstiegspreise geben nach, die Zinserwartungen sind dagegen gestiegen. Mehr Verkäufer inserieren, weniger Käufer fragen an.
- Finanzierung: Tarrant Parsons, Leiter Marktforschung und Marktanalyse bei RICS, nennt den Auslöser: „Ein erneuter Anstieg der Zinserwartungen hat einen neuen Gegenwind für den Wohnimmobilienmarkt erzeugt“.
- Mieteinnahmen: Die Mieternachfrage liegt bei +23 %, die erwartete Mietsteigerung verlangsamte sich aber von +44 % auf +37 %. Die Glopra-Daten für Großbritannien nennen eine durchschnittliche private Monatsmiete von 1.393 GBP (Juli 2026) und einen durchschnittlichen Immobilienpreis von 272.000 GBP (Juni 2026), beide vom Statistikamt des Landes: eine Bruttomietrendite von 6,15 %.
- Beim bestehenden britischen Vermieter dreht sich die Lage: Die Mieternachfrage stützt die Belegung, der Preissaldo auf zwölf Monate liegt jedoch bei null, also erwarten ebenso viele Gutachter Anstiege wie Rückgänge, was keine Preisprognose ist.
Worauf zu achten ist
- Geldwerte nennt die Erhebung nicht: keinen Durchschnittspreis, keine Pfundbeträge, keine prozentuale Preisänderung, keine Transaktionszahl, keinen Kreditzins, keine Stichprobengröße.
- Die Regionen erscheinen nur verbal: In Nordirland stiegen die Preise laut RICS „weiter“, Schottland „verzeichnete ein moderates Preiswachstum“; numerische Regionalsalden fehlen.
Sources: RICS UK Residential Market Survey September 2026, published 8 October 2026 https://www.rics.org/news-insights/uk-residential-survey-september-2026
Market data: United Kingdom