Zyperns Immobilienverkäufe steigen im Juli um 11 Prozent – Limassol und Paphos treiben
Zypern verzeichnete im Juli 2.040 Kaufverträge, 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit stehen 2026 bislang 12.047 Verträge zu Buche, ein Plus von 14 Prozent.
Auf Zypern wurden im Juli 2026 insgesamt 2.040 Immobilienkaufverträge registriert, nach 1.832 ein Jahr zuvor – ein Jahresplus von 11 Prozent, mit dem die Summe von Januar bis Juli auf 12.047 Verträge steigt, gegenüber 10.561 im gleichen Zeitraum 2025. Das entspricht 1.486 Verträgen oder 14 Prozent mehr. Die Zahlen des Amtes für Grundbuch und Vermessung wurden am 4. August berichtet. Zwei Bezirke stehen für mehr als 70 Prozent des bisherigen Jahreszuwachses – und einer bewegt sich kaum.
Eine Insel der zwei Geschwindigkeiten
Limassol führt mit 695 Verträgen im Juli, ein Plus von 20 Prozent, und 3.959 seit Jahresbeginn, ebenfalls 20 Prozent mehr. Es folgt Paphos mit 395 im Juli, plus 15 Prozent, und 2.387 im bisherigen Jahr, plus 20 Prozent. Larnaka kam im Juli auf 436, ein Plus von 10 Prozent, und damit auf 2.599 seit Jahresbeginn, plus 11 Prozent. Famagusta verzeichnete im Juli 191 Verträge, 3 Prozent weniger, liegt im Jahresverlauf mit 538 aber weiter 10 Prozent vorn.
Nikosia ist der Ausreißer. Die Hauptstadt kam im Juli auf 423 Verträge, exakt so viele wie im Vorjahr, und liegt seit Jahresbeginn mit 2.564 nur 5 Prozent im Plus. Nikosia ist der am wenigsten küstennahe und am stärksten von der Binnennachfrage getragene der fünf Bezirke; seine flache Linie gegenüber 20 Prozent Wachstum in Limassol und Paphos trennt den lokalen Markt recht sauber vom internationalen.
Eine begriffliche Anmerkung: Es handelt sich um beim Grundbuchamt hinterlegte Kaufverträge, nicht um vollzogene Eigentumsübertragungen. Sie sind ein vorlaufender Indikator der Aktivität, und ein guter, doch zwischen Hinterlegung und Übertragung können viele Monate liegen.
Die Mengen wachsen schneller als die Preise
Die Zypern-Daten von Glopra weisen einen Durchschnitt von 2.910 Dollar je Quadratmeter aus, bei Preisen, die in Euro um 3,4 Prozent und in Dollar um 0,5 Prozent über die vergangenen zwölf Monate zugelegt haben. Stellt man dem ein Transaktionswachstum von 14 Prozent gegenüber, ergibt sich ein für Europa im Jahr 2026 ungewöhnliches Bild: Die Aktivität beschleunigt deutlich vor den Preisen. Die meisten unserer europäischen Märkte tun das Gegenteil – Spanien ist das klarste Gegenbeispiel, mit einem Preisplus von 12,8 Prozent bei kaum positiven Mengen.
Ein Markt, auf dem mehr Menschen abschließen, ohne einander zu überbieten, ist ein Markt, auf dem das Angebot reagiert. Auch deshalb liegt unser Blasen-Score für Zypern bei 41, im moderaten Band und deutlich unter Griechenland mit 74 oder Portugal mit 84.
Die Steuerzeile ist der Ausreißer nach oben
Die Bruttomietrendite in unseren Zypern-Daten beträgt 4,88 Prozent – für sich genommen unauffällig. Bemerkenswert ist, dass unser standardisierter Fall für Nichtansässige eine effektive Steuer auf Mieteinkünfte von 0 Prozent ergibt, brutto und netto also dieselbe Zahl sind. Unter den 47 Ländern unserer Abdeckung ist das nahezu einzigartig; der vergleichbare Wert liegt in Spanien bei 19, in Italien bei 21 und in Frankreich bei 27,5 Prozent. Nach Steuern schlägt eine zyprische Rendite von 4,88 Prozent eine spanische von 5,45 Prozent. Die Methodik hinter dieser Zahl und der unterstellte standardisierte Fall stehen in unseren FAQ – es ist ein modellierter Vergleich, keine Steuerberatung für einen konkreten Kauf.
Sources: Cyprus Mail (Department of Lands and Surveys data, 4 Aug 2026) https://cyprus-mail.com/2026/08/04/cyprus-sees-more-than-2000-property-sales-in-july; Cyprus Property News https://news.cyprus-property-buyers.com/2026/08/05/cyprus-property-market-sales-july-2026/id=00172900
Market data: Cyprus