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Ende 2025 bezogen 1,3 Millionen Haushalte in Deutschland Wohngeld

Ende 2025 bezogen 1,3 Millionen Haushalte in Deutschland Wohngeld, 7,2 % mehr als ein Jahr zuvor. Die staatlichen Ausgaben stiegen auf 4.992 Millionen Euro.

Rund 1,3 Millionen Haushalte in Deutschland bezogen Ende 2025 Wohngeld, die einkommensabhängige Unterstützung für die Wohnkosten — das sind 7,2 % oder etwa 90.000 Haushalte mehr als ein Jahr zuvor. Das Statistische Bundesamt, das die Jahreszählung am 25. September 2026 veröffentlichte, beziffert den Anteil aller privaten Haushalte mit Wohngeldbezug auf 3,2 %, gegenüber 3,0 % Ende 2024.

In einem Punkt ist die Veröffentlichung ungewöhnlich, und das sollte man offen sagen: Sie trägt einen Korrekturhinweis. Nach Angaben des Amtes musste die am 25. September 2026 verbreitete Fassung wegen Fehlern im zweiten Absatz korrigiert werden. Alle hier genannten Zahlen stammen aus der korrigierten Fassung.

In der Hälfte der Empfängerhaushalte ist die Hauptverdienerin oder der Hauptverdiener Rentner

In 51 % der Wohngeldhaushalte, also in 682.000 Haushalten, war die Person mit dem Haupteinkommen im Ruhestand. Davon waren 85 %, also 581.000 Haushalte, alleinstehend. Weitere 39 %, also 519.000 Haushalte, waren Haushalte mit Kindern unter 25 Jahren. Das Amt hebt damit zwei Gruppen hervor: Rentnerinnen und Rentner sowie Familien mit Kindern — nicht die alleinstehenden Mieterinnen und Mieter im Erwerbsalter, die die Nachfrageseite der großstädtischen Mietmärkte in der Regel prägen.

Die staatliche Rechnung stieg auf 4.992 Millionen Euro

Die Ausgaben für das Wohngeld stiegen von rund 4.689 Millionen Euro auf 4.992 Millionen Euro, ein Plus von 6,4 %. Der durchschnittliche monatliche Anspruch pro Haushalt erhöhte sich um 3,1 % auf 296 Euro Ende 2025. Das Amt weist darauf hin, dass die Höhe des Anspruchs vom Einkommen, von den Wohnkosten und von der Zahl der Haushaltsmitglieder abhängt — der Durchschnitt bewegt sich also mit allen drei Größen gleichzeitig. Ein Mietindex ist er nicht und lässt sich auch nicht als solcher lesen.

Die meisten Empfänger mieten, aber nicht alle

Ende 2025 waren 82 % der Empfängerinnen und Empfänger — 1,1 Millionen Menschen — Hauptmieterinnen und Hauptmieter. Weitere 10 %, also 131.000, lebten in Heimen. Die verbleibenden 7 %, 92.000, lebten in Wohneigentum und erhielten einen Lastenzuschuss statt eines Mietzuschusses. Dieser Eigentümeranteil ist klein, doch er ist der Teil der Statistik, der das Eigentum und nicht das Mietverhältnis berührt — und genau dieser Teil war Gegenstand des Korrekturhinweises.

Wie sich das neben deutschen Preis- und Mietniveaus einordnet

Die Deutschland-Zeile von Glopra, Stand 22. September 2026 und mit der Einstufung High bewertet, weist für Bestandswohnungen einen bundesweiten durchschnittlichen Angebotspreis von 2.645 Euro je Quadratmeter und für dasselbe Segment eine bundesweite durchschnittliche Angebotsmiete von 8,97 Euro je Quadratmeter und Monat aus. Beide Werte stammen aus dem vierteljährlichen WohnBarometer von ImmoScout24 für das zweite Quartal 2026 — derselbe Herausgeber, dieselbe Geografie, dasselbe Segment, dasselbe Quartal — und dieses Paar ergibt eine Bruttorendite von 4,07 %. Auf Zwölfmonatssicht liegt das Preisniveau in Euro 1,4 % höher und in Dollar 1,3 % niedriger; unser Blasen-Score für Deutschland liegt bei 51 und damit im moderaten Band.

Beide Zahlenreihen widersprechen sich nicht, und es lohnt sich zu sagen, warum. Die Wohngeldzahl ist eine Transferleistung je Haushalt und Monat; unsere Zahl ist eine Angebotsmiete je Quadratmeter und Monat, erhoben aus Anzeigen und nicht aus abgeschlossenen Verträgen. Sie beantworten unterschiedliche Fragen: die eine, wie viel öffentliches Geld an Haushalte fließt, die ihre Wohnkosten nicht tragen können, die andere, was eine Vermieterin oder ein Vermieter verlangt. Keine ersetzt die andere, und nichts davon ist eine Empfehlung, in Deutschland zu kaufen oder zu vermieten.

Sources: Statistisches Bundesamt (Destatis), KORREKTUR 1,3 Millionen Wohngeldhaushalte im Jahr 2025, Pressemitteilung Nr. 339, 25 September 2026 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/09/PD26_339_22311.html; Statistisches Bundesamt (Destatis), dated press release listing https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/_inhalt_2.html?nn=238640

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