Malta: 5,1 Prozent weniger Kaufverträge im Juli – dafür größere Abschlüsse
Maltas Statistikamt zählte im Juli 2026 genau 1.207 endgültige Kaufverträge, 5,1% weniger als im Vorjahr, während ihr Gesamtwert um 3,6% auf 417,6 Mio. € stieg.
Malta verzeichnete im Juli 2026 insgesamt 1.207 endgültige Kaufverträge, 5,1% weniger als im Juli 2025, während der Wert dieser Verträge um 3,6% auf 417,6 Mio. € zulegte – so die am 11. August veröffentlichte Mitteilung des nationalen Statistikamts (NR 142/2026). Teilt man das eine durch das andere, schärft sich das Bild: Der durchschnittliche Kaufvertrag lag bei etwa 346.000 €, rund 9% mehr als vor einem Jahr.
Die Pipeline ist noch schiefer verteilt
Von den Vorverträgen – jenen bindenden Vorverträgen, die sich üblicherweise binnen Monaten in endgültige Kaufverträge verwandeln – wurden im Juli 1.147 geschlossen, 6,5% weniger als im Vorjahr, doch sie trugen ein Volumen von 483,3 Mio. € und damit 9,7% mehr. Daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Vorvertrag von rund 421.000 €, etwa 17% über dem Wert vom Juli des Vorjahres. Abgeschlossene Verträge und Pipeline zeigen in dieselbe Richtung: Das Volumen dünnt aus, während sich der Wert konzentriert.
Ein Viertel der Urkunden betrifft Stellplätze
Von den 1.333 einzelnen Objekten, die die endgültigen Juli-Verträge abdecken, entfielen 35,3% auf Wohnungen (470 Einheiten) und 24,8% auf Garagen (331 Einheiten) – eine nützliche Erinnerung daran, dass maltesische Vertragszahlen nicht mit Wohnungszahlen gleichzusetzen sind. Auf private Haushalte entfielen 89,6% der Verträge. San Pawl il-Baħar führte beide Reihen an, mit 89 endgültigen Verträgen und 115 Vorverträgen, vor Marsaskala (60 Verträge) und Mosta (54). Bei den Vorverträgen belegte Birkirkara mit 77 den zweiten Platz.
Der Renditehintergrund
Glopra führt Malta landesweit bei rund 3.759 US-Dollar je Quadratmeter, abgeleitet aus auf dem Statistikamt basierenden Werten von etwa 3.300 €/m², bei einer Bruttomietrendite von 3,92% – eine der dünneren Renditen in der europäischen Abdeckung – und einer standardisierten Mietsteuer für Nichtansässige von 15%, nach der rund 3,3% netto verbleiben. Die maltesischen Preise lagen in der jüngsten Lesung 6,7% über dem Vorjahr, und Glopra bewertet das Bubble Risk des Marktes mit 62, also im erhöhten Band. Die Juli-Veröffentlichung verschiebt diese Einschätzung nicht, sie erklärt aber, woher das Wachstum kommt: aus der Größe der Abschlüsse, nicht aus ihrer Zahl.
Sources: National Statistics Office Malta, NR 142/2026 (11 Aug 2026) https://nso.gov.mt/residential-property-transactions-july-2026/; Malta Independent https://www.independent.com.mt/articles/2026-08-11/local-news/Just-over-1-200-deeds-of-sale-signed-in-July-a-quarter-for-garages-NSO-6736292043
Market data: Malta