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Vancouvers Referenzpreis fällt um 6,2 Prozent, die Verkäufe geben im Juli erneut nach

Der Composite-Referenzpreis für Greater Vancouver sank im Juli auf 1.088.800 kanadische Dollar, ein Minus von 6,2 Prozent im Jahresvergleich. Die Verkäufe lagen 18,6 Prozent unter dem Zehnjahresschnitt.

Der zusammengesetzte Referenzpreis für Metro Vancouver fiel im Juli 2026 auf 1.088.800 kanadische Dollar und liegt damit 6,2 Prozent unter dem Vorjahr und 0,9 Prozent unter dem Vormonat. Das geht aus Zahlen hervor, die Greater Vancouver REALTORS am 5. August veröffentlicht hat. Insgesamt wurden 2.061 Objekte verkauft, 9,8 Prozent weniger als vor einem Jahr und 18,6 Prozent unter dem saisonalen Zehnjahresdurchschnitt. Kanadas teuerster Großmarkt korrigiert damit schneller als Toronto, wo der Juli-Rückgang 4,5 Prozent betrug.

Eigentumswohnungen fallen am stärksten

Der Rückgang verteilt sich ungleich. Einfamilienhäuser kamen auf einen Referenzpreis von 1.822.900 kanadischen Dollar, ein Minus von 7,0 Prozent im Jahresvergleich; Reihenhäuser auf 1.030.400 Dollar, minus 6,0 Prozent; Eigentumswohnungen auf 688.000 Dollar, minus 7,5 Prozent. Dass ausgerechnet das Wohnungssegment den Rückgang anführt, wiegt schwerer als seine Größe, denn in Vancouver steckt dort das Anlegergeld. Ein Jahresminus von 7,5 Prozent in dem Segment, das fremdfinanzierten Vermietungskäufen am stärksten ausgesetzt ist, ist ein anderes Signal als eine Schwächephase bei freistehenden Familienhäusern.

Das Verhältnis von Verkäufen zu aktiven Inseraten schloss den Juli bei insgesamt 13 Prozent ab: 10,5 Prozent bei Einfamilienhäusern, 15,8 Prozent bei Reihenhäusern, 14 Prozent bei Eigentumswohnungen. Unterhalb von rund 12 Prozent rechnen Maklerverbände dieser Art üblicherweise mit anhaltendem Abwärtsdruck auf die Preise – Vancouvers Einfamilienhausmarkt liegt unter dieser Linie.

Das Angebot verknappt sich aus dem falschen Grund

Der aktive Bestand endete im Juli bei 16.476 Inseraten, 4 Prozent weniger als im Vorjahr. Für sich gelesen wirkt das wie ein Markt, der sich neu einpendelt. Die andere Hälfte erzählen die Neuinserate: 4.991 im Juli, ein Minus von 11,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Bestand schrumpft, weil Verkäufer sich zurückziehen, nicht weil Käufer Ware aufnehmen – und der stehende Pool liegt weiterhin 26,8 Prozent über seinem Zehnjahresdurchschnitt. Verkäufer, die einen schwachen Markt aussitzen, halten das Angebot künstlich niedrig, bis sie nicht länger warten können.

Wo das nationale Bild steht

Die Kanada-Daten von Glopra zeigen einen Durchschnitt von 4.320 US-Dollar je Quadratmeter bei einer Bruttomietrendite von 5,72 Prozent, dazu einen Preisrückgang von 3,6 Prozent in Landeswährung über zwölf Monate und eine effektive Mietsteuer von 20,72 Prozent für Nichtansässige – bleiben rund 4,5 Prozent netto. Unser Blasen-Score für Kanada liegt bei 45 im moderaten Bereich und spiegelt einen Markt, der einen großen Teil seiner Überbewertung bereits abgegeben hat, statt sie noch aufzubauen.

Nationalwert und Vancouver laufen genau so auseinander, wie man es erwarten würde: 3,6 Prozent Rückgang landesweit gegen 6,2 Prozent in der am stärksten überdehnten Metropolregion. Für Käufer, die von außen auf Kanada blicken, ist nicht der Durchschnitt die relevante Zahl, sondern der Abstand zwischen beiden – und dieser Abstand weitet sich derzeit.

Sources: Greater Vancouver REALTORS, July 2026 market report (5 Aug 2026) https://www.gvrealtors.ca/news/metro-vancouver-home-sales-lose-brief-momentum-public

Market data: Canada