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Südafrikas Baufinanzierungen legen im Juli um 4,1 Prozent zu – die Eigenkapitalhürde sinkt

BetterBond meldet für Juli 2026 ein Plus von 4,1 Prozent bei bewilligten Immobilienkrediten; die Anzahlung liegt im Schnitt bei 13,2 Prozent des Kaufpreises.

Das Volumen der in Südafrika bewilligten Immobilienkredite stieg im Juli 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,1 Prozent und liegt damit 28 Prozent über dem Niveau vom Juli 2024. Das geht aus dem am 14. August veröffentlichten Property Brief von BetterBond hervor. Aussagekräftiger ist der Zweijahresvergleich, weil er genau jene Phase einrahmt, in der die südafrikanischen Finanzierungskosten von ihrem restriktiven Höchststand zurückkamen. Der durchschnittliche Kaufpreis über alle Käufergruppen erreichte 1,7 Millionen Rand, bei Ersterwerbern 1,4 Millionen Rand – ein Rekord für diese Gruppe – bei einer durchschnittlichen Darlehenssumme von 1,2 Millionen Rand.

Die Rechnung beim Eigenkapital hat sich verbessert

Die Anzahlung beträgt inzwischen im Schnitt 13,2 Prozent des Kaufpreises. Verändert hat sich nicht dieser Prozentsatz, sondern der Aufwand, den ein Haushalt dafür treiben muss: Das Verhältnis der durchschnittlichen Anzahlung zum Durchschnittsgehalt der Käufer ist gegenüber dem Höchststand im vierten Quartal 2022 um 21 Prozent gefallen und liegt unter dem Wert von vor einem Jahr. Die Einkommen der Käufer sind binnen zwei Jahren um 14 Prozent gestiegen, was die Eigenkapitallücke stärker verkleinert hat als jede Bewegung bei den Kreditvergabestandards. Wer als Ersterwerber 1,4 Millionen Rand zahlt und 1,2 Millionen aufnimmt, bringt rund 200.000 Rand mit – eine Summe, die gemessen am Gehalt leichter aufzubringen ist, obwohl sie absolut gewachsen ist.

Gautengs Wohnanlagen ziehen den Schnitt nach oben

Von der Seeff Property Group zitierte Lightstone-Daten zeigen, dass geschlossene Wohnanlagen 16,7 Prozent der Transaktionen in Gauteng nach Stückzahl ausmachen, aber 28,6 Prozent des Transaktionswerts – mehr als 35 Milliarden Rand. Der Aufschlag ist erheblich: 11,2 Prozent der Verkäufe in solchen Anlagen liegen über 4 Millionen Rand, gegenüber 4,14 Prozent im breiteren Markt, und die durchschnittliche Transaktion von 2,37 Millionen Rand liegt rund 76 Prozent über dem Gauteng-Gesamtschnitt von 1,3 Millionen Rand. Samuel Seeff, Vorsitzender der Gruppe, führt das auf die Nachfrage nach Sicherheit und verlässlicher Versorgung zurück – zwei Dinge, für die südafrikanische Käufer seit jeher einen Aufpreis zahlen. Typische Luxusobjekte in solchen Anlagen wechseln zwischen 3 und 7 Millionen Rand den Besitzer.

Die Ertragsseite der Gleichung

Südafrika weist mit 11,53 Prozent die höchste Bruttomietrendite der 70 Märkte in Glopras Datenbestand auf, bei einem Durchschnittspreis von 906 US-Dollar je Quadratmeter zum Stichtag 23. Juli. Das ist die Folge niedriger Kapitalwerte und stabiler Mieten, kein Zeichen außergewöhnlicher Mietstärke. Kapstadts Premiumsegment liegt mit 3.000 US-Dollar je Quadratmeter deutlich über dem Landesniveau, bei einer Bruttorendite von 9,49 Prozent und Preisen, die zum Stichtag 30. Juli 10,5 Prozent über dem Vorjahr lagen, während der nationale Markt um 4,7 Prozent zulegte. Der Blasenrisiko-Score von 29 von 100 gehört zu den niedrigsten je gemessenen Werten, im moderaten Band und nahe dessen unterem Rand.

Die Grenzen des Bildes

BetterBond vermittelt einen großen Teil der südafrikanischen Hypotheken, aber nicht alle. Die Volumenzahlen bilden daher das kreditfinanzierte Segment ab und nicht den gesamten Markt – Barkäufe, die im oberen Preisbereich einen spürbaren Anteil ausmachen, bleiben außen vor. Die im Brief zitierten Tourismuszahlen für das Westkap – 1,5 Millionen internationale Ankünfte im Jahr 2025, ein Plus von 11,1 Prozent, und 26 Milliarden Rand an Besucherausgaben, ein Plus von 15,4 Prozent – stützen das Mietargument für die Kapregion, sind aber ein von den Kreditzahlen getrennter Datenstrang. Die hier genannten Bruttorenditen enthalten nicht den effektiven Mietsteuersatz von 20,02 Prozent, der im standardisierten Fall eines Gebietsfremden anfällt und den nationalen Wert in Richtung 9 Prozent drückt.

Sources: BetterBond Property Brief via IOL Property https://iol.co.za/business/property/2026-08-14-the-deposit-squeeze-isnt-stopping-south-africans-from-buying-homes/; BetterBond https://www.betterbond.co.za/learn/home-loan-activity-in-south-africa-gains-momentum/

Market data: Cape Town · South Africa