Die Fed hob den Leitzins auf 3,75-4% an, und ihre eigenen Projektionen deuten auf einen weiteren Schritt
Die Fed hob am 16. September 2026 ihr Zielband auf 3,75-4% an, die erste Erhöhung seit 2023, und die mediane Projektion sieht 4,1% zum Jahresende.
Der Offenmarktausschuss der Federal Reserve hob das Zielband für den Tagesgeldsatz am 16. September 2026 um einen Viertelpunkt auf 3,75-4% an, die erste Erhöhung seit 2023. Das Votum fiel mit 12-0 aus. Wer eine Immobilie finanziert, findet die folgenreichere Zahl allerdings in den gleichzeitig veröffentlichten Projektionen: Der mediane Ausschussteilnehmer sieht den Leitzins Ende 2026 bei 4,1%, was vom neuen Band aus einen weiteren Viertelpunktschritt vor Jahresschluss bedeutet.
Was die Erklärung sagt und was sie auslässt
Die Begründung umfasst wenige Sätze. „Die Wirtschaftstätigkeit expandiert in solidem Tempo", schreibt der Ausschuss und verweist auf robuste Inlandsnachfrage, starkes Produktivitätswachstum und kräftige Investitionen. „Der Beschäftigungsaufbau hat mit dem Erwerbspersonenpotenzial Schritt gehalten, die Arbeitslosenquote hat sich kaum verändert." Dann der entscheidende Satz: „Die Inflation bleibt erhöht. Der heutige Beschluss unterstützt eine zeitnähere Rückkehr zum 2-Prozent-Ziel des Ausschusses."
Der Wohnungsmarkt kommt kein einziges Mal vor. Das gehört ausgesprochen, denn es setzt den Rahmen für alles Weitere: Dies ist eine Inflationsentscheidung, und der Immobilienmarkt ist der Weg, den sie nimmt, nicht ihr Ziel. Die administrierten Sätze folgen ab dem 17. September. Die Verzinsung der Reserveguthaben steigt auf 3,90%, der Primärkreditsatz auf 4,0% und der Satz für Übernacht-Reverse-Repos auf 3,75%.
Die Projektionen wiegen schwerer als der Schritt
Die Zusammenfassung der Wirtschaftsprojektionen nennt als medianen Leitzins 4,1% für Ende 2026, erneut 4,1% für Ende 2027, 3,9% für 2028 und 3,2% auf lange Sicht. Die mediane PCE-Inflation liegt bei 3,7% in diesem und 2,3% im kommenden Jahr, die Kernrate bei 3,4% und 2,5%. Das reale BIP-Wachstum beträgt 2,3%, die Arbeitslosenquote 4,1% für 2026.
Als Pfad statt als Punktwolke gelesen ist das ein Plateau. Zweimal in Folge dieselben 4,1% zum Jahresende heißt: Der Ausschuss erwartet, ein Niveau zu erreichen und dort zu bleiben, nicht es zu erreichen und umzukehren. Wer zwischen festem und variablem Zins abwägt, entscheidet gegen eine waagerechte Linie, nicht gegen einen Gipfel.
Die Rechnung für einen US-Kauf
Unsere eigene Zeile zu den Vereinigten Staaten, erhoben am 4. September 2026 und mit hoher Verlässlichkeit bewertet, weist einen Landesdurchschnitt von 2 433 Dollar je Quadratmeter und eine Bruttomietrendite von 6,71% aus. Nach der effektiven Mietertragsteuer von 10,66% in unserem standardisierten Nichtansässigenfall bleiben 5,99% netto. Die Transaktionskosten betragen 6,9% des Kaufpreises, einer der niedrigsten Werte unserer gesamten Abdeckung und niedrig genug, dass der US-Markt kürzere Haltedauern verträgt als die meisten.
Neben den Leitzins gestellt zeigt sich eine Spannung. Die Preise unserer Reihe liegen 2,2% über dem Vorjahr, das Zielband bei nunmehr 3,75-4%. Nominales Hauspreiswachstum unterhalb des risikofreien Zinses ist nicht der Normalzustand eines amerikanischen Immobilienzyklus. Die Differenz muss die Bruttorendite tragen, und mit 6,71% trägt sie sie noch. Das erklärt zu einem guten Teil, warum die Vereinigten Staaten mit 57 Punkten als moderat in unsere Bubble-Risk-Skala fallen, trotz 85,2% Preisanstieg über zehn Jahre.
Die Frage, die der Beschluss tatsächlich stellt
All dies ist kein Rat, zu kaufen oder zu finanzieren, und Projektionen bleiben Projektionen; die des Ausschusses lagen schon in beide Richtungen daneben. Festgelegt ist durch diese Veröffentlichung aber die Frage, die man sich in diesem Herbst zu US-Immobilien stellen sollte. Nicht, wo die Zinsen ihren Höhepunkt erreichen, sondern wie lange sie dort bleiben, wo sie sind.
Sources: Federal Reserve https://www.federalreserve.gov/newsevents/pressreleases/monetary20260916a.htm; Federal Reserve Summary of Economic Projections https://www.federalreserve.gov/monetarypolicy/fomcprojtabl20260916.htm; Federal Reserve implementation note https://www.federalreserve.gov/monetarypolicy/files/monetary20260916a1.pdf
Market data: Miami (metro area) · United States · Texas