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Portugal stellte 31.700 öffentliche Wohnungen aus dem Aufbauplan fertig und übertraf das Ziel von 26.000

Portugal hat bis zum Stichtag 1. September 31.700 öffentlich finanzierte Wohnungen fertiggestellt, 5.700 mehr als 2021 geplant; 12.000 weitere sind im Bau.

Portugal hat bis zur Frist am 1. September 2026, die im Aufbau- und Resilienzplan festgelegt war, 31.700 öffentlich finanzierte Wohnungen fertiggestellt und damit das 2021 vereinbarte Ziel von 26.000 Einheiten um 5.700 Wohnungen übertroffen. Das von Miguel Pinto Luz geführte Ministerium für Infrastruktur und Wohnen rechnet bis Jahresende mit rund 40.000 Fertigstellungen; weitere etwa 12.000 Wohnungen befinden sich nach Angaben des Ministeriums in einem fortgeschrittenen Baustadium.

Das Ziel wurde durch mehr Geld erreicht, nicht durch weniger Anspruch

Die ursprüngliche PRR-Zuweisung von 1,4 Milliarden Euro reichte nicht aus, um das Ziel von 2021 zu erreichen. Die Lücke wurde aus dem Staatshaushalt mit weiteren 2,8 Milliarden Euro geschlossen, hinzu kam eine Aufstockung des Programms „1.º Direito“ um 790 Millionen Euro. Damit steigt die geplante öffentliche Wohnbauinvestition bis 2030 auf rund 9 Milliarden Euro. Diese Abfolge ist die eigentliche Substanz der Ankündigung: Das Mengenziel blieb bestehen, während sich die dahinterstehende Finanzierung ungefähr verdreifachte – was über die portugiesische Baukosteninflation seit 2021 mehr aussagt als jeder einzelne Preisindex.

Hinter der Frist steht eine Definitionsänderung

Die amtierende Regierung trat im April 2024 an und bezeichnete das Umsetzungstempo des Programms als unvereinbar mit dem europäischen Zeitplan. Jüngste Verhandlungen auf europäischer Ebene verschoben den Meilenstein von der vollständigen Übergabe hin zur Fertigstellung – von Wohnungen, die Bewohnern übergeben wurden, zu Wohnungen, die baulich fertig sind. Für jeden, der verfügbaren Wohnraum zählt, ist dieser Unterschied nicht kosmetisch. Eine fertiggestellte Einheit muss noch zugeteilt und übergeben werden, bevor sie jemanden beherbergt, und die 12.000 im Bau befindlichen Einheiten haben beides noch nicht.

Vor dem Hintergrund des schnellsten Preiswachstums der EU

Portugal weist das stärkste Preiswachstum bei Wohnimmobilien in der Europäischen Union auf, und vor diesem Hintergrund sind 31.700 Wohnungen eine bescheidene Zahl. Die Portugal-Momentaufnahme von Glopra zeigt auf Transaktionsbasis einen Landesdurchschnitt von rund 2.659 US-Dollar je Quadratmeter, eine Bruttomietrendite von 4,29 Prozent und im Jahresvergleich um 17,8 Prozent höhere Preise. Gemessen an einem Wohnungsbestand in Millionenhöhe verschieben rund 40.000 öffentliche Wohnungen bis Jahresende das Bild der Bezahlbarkeit am Rand und in einzelnen Gemeinden, nicht landesweit.

Der Test heißt 2030, nicht 2026

Die bis 2030 geplanten 9 Milliarden Euro wiegen schwerer als die bereits gebundenen 4,2 Milliarden, denn öffentliches Angebot beugt Preise nur dann, wenn es über einen ganzen Zyklus durchgehalten wird. Portugal hat nun gezeigt, dass es unter einer externen Frist Einheiten in großem Maßstab fertigstellen kann. Ob es weiter fertigstellt, wenn der europäische Meilenstein hinter ihm liegt – und ob aus Fertigstellung in ähnlichem Tempo auch Bezug wird –, werden die Zahlen für 2027 und 2028 zeigen.

Sources: idealista/news Portugal (Ministry of Infrastructure and Housing, PRR housing completions), 2 Sep 2026 https://www.idealista.pt/news/imobiliario/habitacao/2026/09/02/77411-governo-conclui-31-700-casas-publicas-do-prr-dentro-do-prazo

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